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15 Jahre nach den UN-Leitprinzipien: Menschenrechts- und Unternehmensplattform warnt vor ausstehenden Entschädigungen und Zugang zur Justiz bei Unternehmensverletzungen

El Ciudadano

Originalbeitrag: A 15 años de los Principios Rectores de la ONU: Plataforma de DDHH y Empresas advierte que reparación y acceso a la Justicia siguen siendo una deuda frente a vulneraciones empresariales


Die jüngsten Fragen zu den Arbeitsbedingungen in der Lachsindustrie und die wachsenden Debatten über die Unternehmensverantwortung in globalen Lieferketten haben eine zentrale Frage aufgeworfen: Wie können Unternehmen negative Auswirkungen auf Menschen und die Umwelt verhindern und angemessen darauf reagieren, wenn sie auftreten?

Diese Diskussion hat im internationalen Kontext an Bedeutung gewonnen. Ein Beispiel dafür sind die von den USA initiierten Handelsbeschränkungen für Waren, die mit Zwangsarbeit verbunden sind, sowie weitere Initiativen, die höhere Standards für Transparenz, Due Diligence und Unternehmensverantwortung in den Lieferketten fordern.

In diesem Rahmen nahmen Vertreter der chilenischen Plattform der Zivilgesellschaft für Menschenrechte und Unternehmen am X. Regionalforum über Unternehmen und Menschenrechte in Lateinamerika und der Karibik teil, das in Panama stattfand – dem wichtigsten Dialogforum der Region zu diesen Themen.

Während des Treffens unterzeichneten 30 Organisationen der Zivilgesellschaft aus Lateinamerika und der Karibik eine regionale Erklärung, der sich auch die Plattform anschloss. Darin wird gewarnt, dass trotz der Fortschritte seit der Annahme der UN-Leitprinzipien die bestehenden Mechanismen unzureichend bleiben, um die Prävention, Entschädigung und den Zugang zur Justiz bei Verletzungen der Menschenrechte durch unternehmerische Aktivitäten sicherzustellen.

Zu den Hauptforderungen gehören die Einführung verbindlicher regulatorischer Rahmenbedingungen zur Unternehmens-Due-Diligence, der Schutz von Menschenrechtsverteidigern und die Stärkung des multilateralen Systems in diesem Bereich.

„Heute sind sich die Unternehmen ihrer Verantwortung in Bezug auf Menschenrechte bewusst, aber in unseren Regionen sind Zugang zur Justiz und Entschädigung nach wie vor eine offene Frage“, sagt Florencia D. Vega, Mitglied des Lenkungsausschusses der chilenischen Plattform für Menschenrechte und Unternehmen.

Das Forum brachte Vertreter von Regierungen, Unternehmen, Gewerkschaften, indigenen Völkern, der Wissenschaft, internationalen Organisationen und zivilgesellschaftlichen Organisationen aus ganz Lateinamerika zusammen, um die Fortschritte und Herausforderungen bei der Umsetzung der UN-Leitprinzipien für Unternehmen und Menschenrechte, die vor 15 Jahren angenommen wurden, zu analysieren.

Für Roberto Morales, den Exekutivkoordinator der Plattform, war eine der wichtigsten Schlussfolgerungen des Forums die Feststellung, dass die Agenda für Unternehmen und Menschenrechte in der Region vorankommt, gefördert durch Regierungen, internationale Organisationen und verschiedene wirtschaftliche Akteure.

„Wenn man betrachtet, was in Lateinamerika und anderen internationalen Räumen geschieht, erkennt man, dass diese Agenda schrittweise, aber konstant Fortschritte macht. Es besteht ein zunehmendes Bewusstsein für die Notwendigkeit, Menschenrechtsverletzungen vorzubeugen und effektive Due-Diligence-Mechanismen zu etablieren“, erklärt er.

Ein weiterer hervorzuhebender Aspekt des Treffens war die wachsende Rolle nationaler Menschenrechtsinstitutionen und Ombudsstellen in verschiedenen Ländern, die zunehmend aktiv bei der Förderung, Überwachung und Stärkung von Standards im Zusammenhang mit Unternehmen und Menschenrechten sind.

Dennoch warnt Morales, dass die Situation in Chile besorgniserregend ist, wenn man sie mit den beobachteten Trends in anderen Ländern vergleicht. Besonders auffällig ist die begrenzte Präsenz chilenischer Behörden und Unternehmensvertreter, während in verschiedenen Ländern kontinuierliche Fortschritte bei der Implementierung von Standards für Menschenrechte in unternehmerischen Tätigkeiten sichtbar werden.

„In Chile besteht weiterhin das Gefühl, dass diese Themen in der öffentlichen Agenda keinen Prioritätsstatus haben“, stellt er fest.

Die Beteiligung sozialer Organisationen war ebenfalls ein Thema der Besorgnis. Verschiedene Teilnehmer wiesen auf die steigenden Schwierigkeiten hin, die betroffenen Gemeinschaften und zivilgesellschaftlichen Organisationen in diese Räume einzubeziehen, in einem Kontext, der von einer Abnahme der verfügbaren Ressourcen für multilaterale Organisationen und internationale Agenturen geprägt ist.

15 Jahre nach der Annahme der UN-Leitprinzipien für Unternehmen und Menschenrechte behauptet die Plattform, dass die wichtigsten Herausforderungen für die Region weiterhin darin bestehen, effektive Mechanismen zur Prävention, Entschädigung und zum Zugang zur Justiz für Personen und Gemeinschaften zu gewährleisten, die von unternehmerischen Aktivitäten betroffen sind.

„Dieses Forum bietet eine Gelegenheit zur Festigung einer gemeinsamen regionalen Agenda und erinnert daran, dass Nachhaltigkeit kein Unternehmensindikator ist, sondern eine notwendige Voraussetzung zum Schutz unserer Lebensräume, unserer Gemeinschaften und der Natur“, schließt D. Vega.

Florencia D. Vega und Roberto Morales.

La entrada 15 Jahre nach den UN-Leitprinzipien: Menschenrechts- und Unternehmensplattform warnt vor ausstehenden Entschädigungen und Zugang zur Justiz bei Unternehmensverletzungen se publicó primero en El Ciudadano.

Junio 23, 2026 • 1 hora atrás por: ElCiudadano.cl 29 visitas 2227420

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