El Ciudadano
Originalbeitrag: Científicos chilenos alertan sobre retrocesos en ciencia y medio ambiente bajo el gobierno de Kast
Nachfolgend die vollständige Erklärung, unterzeichnet von verschiedenen wissenschaftlichen Gesellschaften Chiles, die ihre Besorgnis äußern, da «Entscheidungen der öffentlichen Politik in Chile ein unvollständiges und besorgniserregend reduktionistisches Verständnis von Wissen, Ökosystemen und der Rolle des Staates in der Entwicklung der Gesellschaft offenbaren».
Santiago, Mai 2026
Die wissenschaftlichen und akademischen Gemeinschaften, die diesen Brief unterzeichnet haben, teilen eine Besorgnis, die sich nicht nur in Seminaren oder technischen Publikationen ausdrücken lässt: Die jüngsten Signale und Entscheidungen der öffentlichen Politik in Chile offenbaren ein unvollständiges und bedenklich reduktionistisches Verständnis von Wissen, Ökosystemen und der Rolle des Staates in der Entwicklung der Gesellschaft.
Wissenschaftliches Wissen entsteht nicht spontan und wird nicht durch Inertie aufrechterhalten. Es erfordert stabile Finanzierung, solide Institutionen und Personen, die über Jahre hinweg in Disziplinen ausgebildet werden, die selten sofortige Ergebnisse liefern. Hinter jedem Fortschritt, den wir heute als selbstverständlich ansehen – eine medizinische Behandlung, eine dürreresistente Agrarsorte, ein Wasserbewirtschaftungsprotokoll – stehen Jahrzehnte angesammelter Forschung und mit Geduld aufgebautes Humankapital. Wenn vorgeschlagen wird, die Instrumente abzusetzen, die diese Kette unterstützen, wird kein Buchhaltungseingriff vorgenommen: Der Ursprung des Flusses wird abgeschnitten, und später fragt man sich, warum kein Wasser fließt.
Den Wert der akademischen Forschung auf die direkten Arbeitsplätze, die sie kurzfristig schafft, zu reduzieren, ist eine Verwirrung der Zeitskala mit realen Konsequenzen. Bücher, Artikel und wissenschaftliche Publikationen sind keine Schmuckstücke des akademischen Systems: Sie sind Mechanismen der Validierung, des Gedächtnisses und des Wissenstransfers. Eine Fachpublikation mag aus einer wirtschaftlichen Dringlichkeit heraus abstrakt erscheinen, ist jedoch Teil des Weges, der es jungen Forschern ermöglicht, Gebiete zu beraten, biotechnologische Lösungen zu entwickeln oder aufkommende Krankheiten zu diagnostizieren. Die Volkswirtschaften, die dieses Prinzip übernommen haben, exportieren heute Technologie und Talente; Chile bleibt stark von seinen natürlichen Ressourcen abhängig. Der einzige strukturelle Ausweg erfordert eine kontinuierliche Investition in Wissenschaft, Bildung und Innovation.
Genau diese Wissenschaft, die als unproduktiv eingestuft wird, hat es uns ermöglicht zu verstehen, dass nicht alle Territorien gleichwertig sind. Feuchtgebiete sind ein paradigmatisches Beispiel: Jahrzehntelang wurden sie als wertlose Räume behandelt. Die Forschung hat das Gegenteil bewiesen. Heute wissen wir, dass sie die hydrologischen Zyklen regulieren, Kohlenstoff speichern, die endemische Biodiversität unterstützen und als natürliche Puffer gegen Überschwemmungen wirken, die jedes Jahr Tausende von chilenischen Familien betreffen. Diese Evidenz zu ignorieren, ist kein gesunder Menschenverstand: Es bedeutet, soziale und Umweltkosten zu akzeptieren, die jemand letztendlich trägt.
Was diese Dimensionen verbindet, ist kein unternehmerisches Verteidigung Modell oder eine parteipolitische Position, sondern eine grundlegende Frage der öffentlichen Verantwortung: zu erkennen, dass bestimmte Werte keinen sofortigen Marktpreis haben, aber dennoch einen enormen sozialen und strategischen Wert besitzen. Länder, die den Wert mit dem Preis verwechselt haben, haben hohe Kosten in Bezug auf Wettbewerbsfähigkeit, Umweltanfälligkeit und soziale Exklusion bezahlt. Chile hat die Gelegenheit, diesen Fehler nicht zu wiederholen.
Wir fordern, dass jede Haushalts- oder Normenüberprüfung transparent durchgeführt wird, mit der Teilnahme der akademischen Gemeinschaften, Forschungseinrichtungen und kompetenten technischen Organisationen, um die strategischen Instrumente für die fortgeschrittene Ausbildung, die kollaborative Forschung, den Umweltschutz und den Wissensaustausch zu sichern. Wir fordern die Bürger auf, diese Gemeingüter als konkrete Bedingungen für eine gerechtere, prosperierendere und widerstandsfähigere Zukunft zu schätzen und zu verteidigen.
Eine Gesellschaft, die nicht in das Verständnis der Welt, die sie bewohnt, investiert, spart nicht: Sie belastet ihre Zukunft.
La entrada Chilenische Wissenschaftler warnen vor Rückschritten in Wissenschaft und Umwelt unter der Regierung Kast se publicó primero en El Ciudadano.
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