El Ciudadano
Originalbeitrag: Colectivo Rastros presenta «La Victoria», una obra sobre memoria, resistencia femenina y organización popular en Chile
«La Victoria» gilt als eines der bedeutendsten Werke des zeitgenössischen chilenischen Theaters. Geschrieben von Gerardo Oettinger, bietet das Stück eine tiefgründige kritische Perspektive auf die Erinnerung, politische Gewalt und die sozialen Spannungen, die die jüngere Geschichte Chiles prägen. Durch eine intime Dramaturgie thematisiert es die Spuren, die die Diktatur hinterlassen hat, und untersucht, wie die Vergangenheit weiterhin ins Jetzt eindringt, während es die Beziehungen zwischen persönlicher Erinnerung, kollektivem Trauma und nationaler Identität erforscht.
Oettingers Schreibstil zeichnet sich durch eine sensible und poetische Sprache aus, die zugleich eine deutliche politische Dimension beinhaltet. Die Figuren auf der Bühne verkörpern prekäre Lebensverhältnisse, Widerstand und die Notwendigkeit, in einem durch soziale Brüche geprägten Kontext neue Verbindungen zu schaffen.
So erscheint das Theater in «La Victoria» als ein Raum der Konfrontation und Reflexion, in dem individuelle Erfahrungen mit der historischen Erinnerung einer größeren Gemeinschaft in Dialog treten.
Mit ihrer Fähigkeit, Themen wie Erinnerung, Marginalität und die menschlichen Folgen struktureller Gewalt zu behandeln, fügt sich das Stück in die Tradition des lateinamerikanischen Theaters ein, das sich mit sozialen und politischen Problemen des Kontinents auseinandersetzt. Dazu zählt auch die zivile und militärische Diktatur in Chile, während derer die von Frauen geführten gemeinnützigen Küchen als Form der Organisation und kollektiven Überlebens angesichts von Armut und staatlicher Vernachlässigung entstanden.
In diesem Kontext bringt die Inszenierung die Stimmen von Frauen hervor, die ihre Gemeinschaften durch unsichtbare und alltägliche Arbeit unterstützt haben. Sie rücken die politische Dimension der Pflege, der solidarischen Hilfe und der kollektiven Strategien zur Bewältigung struktureller Gewalt in den Mittelpunkt, und nehmen eine zentrale Rolle als Trägerinnen der Trauer und der Forderung nach Gerechtigkeit ein.
Gerade aus diesen Erzählungen —geprägt von Verlust, Verschwinden und dem Bedürfnis nach Erinnerung— fand der Colectivo Rastros in der Zusammenarbeit mit LaFamilia Teatro einen Widerhall in der jüngeren Geschichte Chiles. Im Dialog zwischen dem klassischen Text und aktuellen Problematiken erforschte die Gruppenarbeit, wie Körper und Gemeinschaften von Angst, Gewalt und Zugehörigkeitsbedürfnissen betroffen sind.

Rastros ist ein Theaterkollektiv, das sich auf die Bühnenschöpfung aus einer sozialen und gemeinschaftlichen Perspektive konzentriert, mit einem Interesse an Themen, die mit Erinnerung, menschlichen Beziehungen und kollektiven Prozessen verbunden sind.
In dieser Linie wird für Eduardo Luna, Regisseur des Stücks, «La Victoria auch zu einer Brücke: zwischen Generationen, zwischen Zeiten und zwischen Abwesenheiten; sie öffnet einen Raum für Reflexion über Erinnerung, Reparatur und die Verantwortung der neuen Generationen gegenüber den Geschichten, die unsere Gegenwart formen».
Vom 21. bis 30. Mai (Donnerstag bis Samstag)
19:30 Uhr
Teatro de Bolsillo | Erasmo Escala 218, Santiago
Tickets hier verfügbar
Preis: $8000 für Allgemein, $6000 für Studierende und Senioren, $5000 Nachbarschaftsvertrag, $4000 AIEP-Vertrag.
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La entrada Colectivo Rastros präsentiert «La Victoria»: Ein Stück über Erinnerung, weiblichen Widerstand und kollektive Organisation in Chile se publicó primero en El Ciudadano.
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