Der wahre Einfluss von Desinformation und digitaler Überwachung in Chile

El Ciudadano

Originalbeitrag: El real impacto de la desinformación y la vigilancia digital en Chile


Ein Spezialist analysierte, wie Manipulationskampagnen in sozialen Medien funktionieren und welche Risiken das neue Geheimdienstgesetz birgt.

Der Akademiker und Direktor des Projekts DEEP (Digitale Demoskopie des öffentlichen Raums), Pedro Santander, untersuchte die Mechanismen digitaler Manipulationskampagnen in einer aktuellen Ausgabe des politischen Programms „Sentido Común!“, das von dem Direktor von El Ciudadano, Javier Pineda, moderiert wird. Während des Treffens erklärte der ordinarius Professor der Pontifizialen Katholischen Universität von Valparaíso, dass Fake News von automatisierten Konten in sozialen Netzwerken verbreitet werden können und schließlich auch die traditionellen Medien erreichen, was einen direkten Einfluss auf Wahprozesse hat, die für das Land entscheidend sind.

Santander wies darauf hin, dass es in der westlichen Welt „eine sehr starke Korrelation zwischen dem rasanten Aufstieg dieser großen Technologien“ und dem Anstieg der rechtsextremen Populisten gibt. Er betonte, dass diese Phänomene nicht isoliert sind, sondern gemeinsam agieren, indem sie Krisensituationen oder Wahlkämpfe ausnutzen, und erläuterte, dass der erfolgreichste Kreislauf einer Lüge dann stattfindet, wenn sie von Plattformen wie X in die WhatsApp von Bürgern übergeht.

Ein zentraler Punkt des Interviews war die Analyse der neu genehmigten Gesetzgebung über das Nationale Geheimdienstsystem, wobei der Experte uns aufforderte, die den staatlichen Stellen gewährten Befugnisse kritisch zu betrachten. „Der Geheimdienst kann nach den Daten der Studenten fragen, und du kannst dich nicht weigern“, warnte Santander, nachdem er den fünften Artikel der Norm durchschaute, und äußerte seine Besorgnis über die Risiken der Eingriffe in die Privatsphäre der Menschen.

Angesichts der Verbreitung dieser Kontrollinstrumente schlug der Forscher vor, dass die Bürger und die Gesetzgeber mehr öffentliche Transparenz durch algorithmische Prüfungen fordern sollten, denn „wir müssen wissen, welche Algorithmen verwendet werden, wie diese Algorithmen trainiert wurden und welche Vorurteile sie haben“, argumentierte er.

Er erkannte auch an, dass es trotz der umfangreichen Kontrolle durch Technologiekonzerne kommunikationsstrategische Alternativen gibt, die es schaffen, den Informationsblock zu durchbrechen. Als Beispiel hob er die Verwendung von LEGO-ästhetischen Animationen durch den Iran hervor, um die automatisierte Blockade westlicher sozialer Netzwerke zu umgehen, was zeigt, dass technisches Verständnis der Plattformen Räume eröffnet, um Themen außerhalb der dominierenden Agenda zu platzieren.

Abschließend forderte der Akademiker die unabhängigen Medien und sozialen Bewegungen auf, die territorialen Arbeiten und das gründliche Verständnis ihrer Zielgruppen nicht zu vernachlässigen, um der medialen Konzentration entgegenzuwirken. Santander erinnerte daran, dass verschiedene Führungen in der Region überraschende Wahlergebnisse erzielt haben, obwohl ihre digitale Präsenz fast nicht existent war, was zeigt, dass der Raum außerhalb des Digitalen nach wie vor ein wichtiger Bereich ist.

Wir laden Sie ein, das vollständige Interview von Sentido Común! anzusehen:

El Ciudadano.

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Junio 14, 2026 • 1 hora atrás por: ElCiudadano.cl 39 visitas 2201897

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