El Ciudadano
Originalbeitrag: El perdón pendiente del Ejército: defensa del excapitán Harvey exige disculpas por víctimas de Operación Topógrafo
Der Anwalt Francisco Ugás Tapia, der den Ex-Kapitän des Militärs Rafael Harvey vertritt, fordert eine Entschuldigung, die über das Urteil hinausgeht: Die Militärinstitution soll sich bei jeder der 14 Opfer der Operation Topógrafo entschuldigen, die zwischen 2016 und 2018 durchgeführt wurde.
Dieser Antrag steht im Kontext einer historischen Entscheidung des Siebten Strafgerichts von Santiago, das zwei ranghohe ehemalige Beamte wegen ideologischer Fälschung und Verletzung von Telekommunikationsgesetzen zu fünf Jahren Haft verurteilt hat – ein Fall, der die Grundfesten der chilenischen Demokratie erschütterte.
Die Urteilsverlesung, die die Schuld von Juan Manuel Poblete, einem ehemaligen Minister des Appellationsgerichts von Santiago und ehemaligen Präsidenten des Appellationsgerichts von Copiapó, sowie Schafik Nazal, dem ehemaligen Direktor der Militärintelligenz, bestätigte, hat beide als Mitverursacher von Verstößen gegen das allgemeine Telekommunikationsgesetz und von wiederholten Straftaten der ideologischen Fälschung öffentlicher Dokumente verurteilt. Diese Straftaten wurden gegen Ex-Kapitän Harvey, den Journalisten Mauricio Weibel und 12 weitere Opfer im Rahmen der Operation Topógrafo verübt, die illegal abgehörte Telefongespräche von Journalisten, Korruptionsmeldenden und ehemaligen Militärbeamten untersuchte.
Anwalt Ugás würdigte das Urteil als historisches Ereignis in der chilenischen Rechtsprechung und betonte, dass „beide Verurteilten ihre Ämter und Funktionen sowie das Geheimdienstsystem und die gesetzlichen Rahmenbedingungen ausnutzten, um diese Straftaten zu begehen“.
Für den Juristen ist dieses Urteil „ein bedeutender Meilenstein in unserer Demokratie und in dem, was den Kampf gegen die Korruption betrifft“.
Während der Anhörung teilte der Richter Freddy Cubillos die verhängten Strafen mit: Fünf Jahre Haft im maximalen Grad für beide Angeklagten als Mitverursacher von wiederholten Verstößen gegen Artikel 36 B, Buchstabe c) des Gesetzes Nr. 18.168 (allgemeines Telekommunikationsgesetz) und wiederholte Straftaten der ideologischen Fälschung öffentlicher Dokumente gemäß Artikel 193 Nr. 4 des Strafgesetzbuches. Die Freiheitsstrafe wurde jedoch durch eine intensiv überwachte Freiheit ersetzt, mit der Verpflichtung, einen Kurs über das Lernen, den Respekt und die Förderung der Menschenrechte zu absolvieren, was Ugás als fundamental für die Resozialisierung der Verurteilten hervorhob.
Der rechtliche Vertreter von Harvey betonte, dass „der Staat und das Strafrecht zur Bildung und Resozialisierung von Verbrechern dieser Art beitragen sollten, indem sie ihnen die menschlichste aller Disziplinen vermitteln: die Menschenrechte“. Diese Sichtweise unterstreicht das Restaurative, das, laut dem Anwalt, in Fällen von schwerer Korruption vorherrschen sollte.
In seinen Aussagen merkte Ugás an: „Dieses Urteil ist auch ein relevantes Signal, das unserer Gesellschaft, insbesondere denjenigen, die diese Verbrechen begangen haben, zu erkennen gibt, dass der demokratische Rechtsstaat stets entschlossen auf solche reagiert, die den Staat, auch als Beamte, missbrauchen, um die Menschenrechte und grundlegenden Garantien der Personen zu verletzen“.
Mit diesen Worten erweiterte der Jurist das Urteil über den konkreten Fall hinaus und machte es zu einem Präzedenzfall für zukünftige Verfahren gegen institutionellen Missbrauch.
Ugás forderte auch das chilenische Militär auf, öffentlich bei den Opfern der Operation Topógrafo zu bitten, eine Episode, die aufzeigte, wie hochrangige Offiziere staatliche Mittel und ihr Personal missbrauchten, um diejenigen zu schikanieren und illegal zu verfolgen, die den Mund öffneten, um unregelmäßige Praktiken und Korruptionsakte zu melden.
„Ich finde, dass diese Personen zwar verurteilt wurden, sie jedoch als Teil ihrer Institutionen handelten und staatliche Ressourcen und Mitarbeiter nutzten, um ihre Verbrechen zu begehen“, reflektierte der juristische Leiter der Kanzlei Caucoto Abogados.
„Ich halte es für wertvoll, dass das chilenische Militär, als Maßnahme der Wiedergutmachung, sich bei allen 14 Opfern dieses Vorfalls entschuldigt“, sowie bei den rechtschaffenen institutionellen Beamten, die zur Zeit der Geschehnisse die Illegalität der Handlungen vertraten und nicht gehört wurden, so wie es in der Untersuchung festgestellt wurde.
Der Entschuldigungsaufruf von Anwalt Ugás zielt daher auf eine symbolische Wiedergutmachung ab, die den verursachten Schaden anerkennt und das Vertrauen in eine Institution wiederherstellt, die dafür verantwortlich sein sollte, die Rechtsstaatlichkeit sowie die Menschenrechte zu wahren.
Das Urteil und die Erklärungen von Harveys Vertreter lassen eine entscheidende Frage offen: Wird das Militär seine institutionelle Verantwortung über die einzelnen Verurteilten hinaus übernehmen? Während die Strafjustiz tätig geworden ist, bleibt eine öffentliche Entschuldigung eine ausstehende Schuld, die, laut Verteidigung, ein unverzichtbarer Schritt wäre, um die Wunden eines dunklen Kapitels in der jüngeren Geschichte Chiles zu schließen. Die Forderung von Ugás hallt als Erinnerung wider, dass die umfassende Wiedergutmachung der Opfer nicht in den Urteilen der Justiz erschöpft ist, sondern auch eine ethische und moralische Anerkennung durch die Institutionen erfordert, die versagt haben, diejenigen zu schützen, die die Korruption aus ihrem Inneren anprangerten und Garantien für eine Wiederholung bieten.
La entrada Einigung auf Entschuldigung des Militärs: Anwalt des Ex-Kapitäns Harvey fordert öffentliche Entschuldigung für Opfer der Operation Topógrafo se publicó primero en El Ciudadano.
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