Experte der U. de Chile warnt vor dem lebensgefährlichen «Paracetamol-Herausforderung»

El Ciudadano

Originalbeitrag: Académico de la U. de Chile alerta que el «reto del paracetamol» puede ser mortal


In den sozialen Medien verbreitet sich derzeit eine gefährliche «virale Herausforderung», bei der Kinder und Jugendliche dazu ermutigt werden, Paracetamol ohne Rücksicht zu konsumieren.

Die «Paracetamol-Herausforderung» und ähnliche virale Herausforderungen sind kein isoliertes Phänomen.

In den letzten Jahren haben verschiedene digitale Plattformen riskantes Verhalten unter Kindern und Jugendlichen verstärkt, häufig als Spiele oder Wettbewerbe dargestellt, die dazu anregen, sich gefährlichen Situationen auszusetzen.

In diesem Zusammenhang warnen Fachleute, dass die scheinbare Unbedenklichkeit gängiger Medikamente wie Paracetamol eine falsche Sicherheitswahrnehmung erzeugen kann, was das Risiko des unsachgemäßen Konsums und gesundheitlicher Folgen erhöht.

Professor Mario Rivera Meza vom Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Fakultät für Chemische und Pharmazeutische Wissenschaften der U. de Chile erinnerte daran, dass Paracetamol ein rezeptfreies Medikament ist.

„Es wird als Analgetikum verwendet, d.h. zur Behandlung von leichten bis mäßigen Schmerzen, und auch als Antipyretikum, um Fieber zu senken“, erklärt der Akademiker.

Wie Professor Rivera hinzufügt, wirkt Paracetamol hauptsächlich auf das zentrale Nervensystem und die peripheren Nerven, indem es die Bildung von Prostaglandinen verringert, chemischen Mediatoren, die von den Zellen des Körpers produziert werden und sowohl mit der Empfindlichkeit der Nervenzellen für Schmerz als auch mit der Regulierung der Körpertemperatur in Verbindung stehen.

In Bezug auf die Risiken warnt der Akademiker, dass „eine Überdosierung von Paracetamol mit Leberversagen, Nierenversagen, Hypoglykämie und Thrombozytopenie verbunden ist, was in schweren Fällen zum Tod führen kann“.

Bezüglich der Dosierung wird für Kinder über 6 Jahren eine Dosis von 500 mg empfohlen, ein- bis viermal täglich, während die Dosis bei Erwachsenen zwischen 500 und 1.000 mg mit der gleichen Frequenz variiert.

„Man spricht von übermäßigem Konsum, wenn täglich mehr als 2.000 mg bei Kindern und mehr als 4.000 mg bei Erwachsenen eingenommen werden“, betont der Forscher und erinnert daran, dass die Dosen bei Kindern unter 6 Jahren niedriger sind, da das Medikament in angepassten Formen erhältlich ist, wie z.B. geschmacklich verbesserten Kautabletten, Sirupen, Zäpfchen oder Tropfen.

Er hebt zudem hervor, dass es Personen gibt, die kein Paracetamol konsumieren sollten, wie z.B. solche mit Allergien gegen dieses Medikament oder schweren Leberinsuffizienzen. In diesen Fällen können andere nicht-steroidale entzündungshemmende Medikamente wie Diclofenac oder Ibuprofen vorsichtig eingesetzt werden.

Gesundheitswarnung und Aufruf an Eltern

In Chile haben die Gesundheitsbehörden ebenfalls Bedenken hinsichtlich der «Paracetamol-Herausforderung» geäußert.

Das Gesundheitsministerium hat kürzlich eine präventive Warnung herausgegeben, um auf die Risiken dieser viralen Herausforderung hinzuweisen und Eltern und Betreuer dazu aufzurufen, die Verwendung von Medikamenten bei Kindern und Jugendlichen zu überwachen und anzuleiten.

Obwohl bisher keine Fälle im Land gemeldet wurden, die direkt mit dieser Herausforderung in Verbindung stehen, hat die Gesundheitsbehörde die Bedeutung unterstrichen, Risiken frühzeitig zu erkennen und vorzubeugen.

Schließlich betonte Professor Rivera die Bedeutung der pharmakologischen Beratung bei der Anwendung dieses Medikaments, da es sich um ein rezeptfreies Arzneimittel handelt, das keiner ärztlichen Verschreibung bedarf, was das Risiko eines unsachgemäßen Gebrauchs erhöht.

„Es gibt viele Medikamente, die Paracetamol enthalten, wie Pulver, Tabletten und Erkältungssirupe, was bei unzureichender Information zu einer Überdosierung führen kann. Zudem potenziert der Konsum von Alkohol dessen leberschädigende Wirkungen“, betonte der Akademiker der U. de Chile.

In diesem Kontext rufen die Fachleute dazu auf, die Gesundheitsbildung zu verstärken und den Zugang sowie die Verwendung von Medikamenten, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, zu überwachen und zu verstehen, dass alltägliche Medikamente wie Paracetamol nicht ohne Risiken sind.

El Ciudadano

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Abril 17, 2026 • 1 hora atrás por: ElCiudadano.cl 29 visitas 2000830

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