El Ciudadano
Originalbeitrag: Segregación por apellidos en Santiago: Estudio revela cómo la élite se agrupa entre sí y concentra riqueza, territorio y poder político
Eine wissenschaftliche Studie, die auf der Analyse von mehr als vier Millionen Einwohnern von Santiago basiert, hat ergeben, dass die chilenische Hauptstadt eine tiefgreifende Struktur sozialer und territorialer Segregation aufrechterhält, bei der Nachnamen nach wie vor ein Indikator für Herkunft, sozioökonomischen Status und sogar Zugang zu Macht sind. Die Untersuchung wurde von den Forschern Naim Bro und Marcelo Mendoza durchgeführt und in der wissenschaftlichen Zeitschrift PLoS ONE unter dem Titel „Name Affinität in Santiago, Chile: Ein netzwerkbasierter Ansatz, der die städtische Segregation aufdeckt“ veröffentlicht.
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Die Forscher erstellten zwei Netzwerke, indem sie die Vornamen und Nachnamen von 4.652.933 Personen aus dem chilenischen Wählerverzeichnis verwendeten und diese mit territorialen Informationen und Einkommen verknüpften. Nach der Geokodierung von mehr als 3,7 Millionen Datensätzen zeigten sie, dass die Bevölkerung von Santiago nicht nur ethnische Unterschiede widerspiegelt, sondern auch eine ausgeprägte sozioökonomische Stratifikation aufweist. Die Studie zeigt, dass „Nachnamen von hohem sozialem Status dazu neigen, sich zu gruppieren, vielfältiger zu sein und ein klar definiertes Viertel der Stadt zu besetzen“, und kommt zu dem Schluss, dass die Ergebnisse „auf einen hohen Grad an städtischer Segregation in Santiago“ hindeuten.
Zu den bedeutendsten Ergebnissen zählt die Identifizierung von neun großen Namensgemeinschaften. Zwei davon gehören größtenteils zu Mapuche-Familien und stellen gerade die niedrigsten durchschnittlichen sozioökonomischen Werte dar. Am anderen Ende des Spektrums erscheinen Gruppen, die mit traditionellen Nachnamen der chilenischen Aristokratie in Verbindung stehen, zusammen mit palästinensischen und jüdischen Gemeinschaften, die die höchsten durchschnittlichen Einkommen verzeichnen und eine starke Konzentration im nordöstlichen Teil von Santiago haben.
Die Studie stellte außerdem fest, dass diese Ungleichheit nicht nur den wirtschaftlichen Bereich betrifft, sondern auch die politische Vertretung erreicht. Bei der Analyse der historischen Zusammensetzung des chilenischen Kongresses seit 1830 kamen die Autoren zu dem Schluss, dass Gruppen, die mit aristokratischen Nachnamen verbunden sind, sowie wohlhabende Gemeinschaften, im Parlament überrepräsentiert waren, während Gruppen mit geringeren Einkommen deutlich weniger politische Präsenz aufweisen. Laut den Forschern belegt dies, dass die politischen Vertreter „nicht zufällig aus der Bevölkerung gewählt werden“, sondern überproportional aus wohlhabenderen Gemeinschaften stammen.
Die Forschung zeigt außerdem, dass die wohlhabendsten Viertel eine viel vielfältigere Zusammensetzung der Nachnamen aufweisen als der Rest der Stadt. Tatsächlich identifizierten die Autoren eine positive Korrelation zwischen der Vielfalt der Nachnamen und dem sozioökonomischen Status, wobei festgestellt wurde, dass höhere Einkommen mit größerer Vielfalt bei den Nachnamen korrelieren. Dieses Phänomen verstärkt sich besonders im Segment der höchsten Einkommen, wo der Unterschied im Vergleich zum Rest von Santiago drastisch zunimmt.
Zum Schluss argumentieren Bro und Mendoza, dass die räumliche Anordnung von Santiago gleichzeitig ethnische, wirtschaftliche und soziale Unterschiede widerspiegelt. Mapuche-, palästinensische, jüdische, koreanische und Roma-Gruppen zeigen eigene Muster der Gruppierung, während die so genannte traditionelle Oberschicht sich in ihrem Interaktionsverhalten „wie eine ethnische Minderheit“ verhält, eine Beobachtung, die – warnen die Autoren – neue Fragen zur sozialen Mobilität und zur Beständigkeit der Eliten in Chile aufwirft.
Veröffentlicht 2021 in PLoS ONE, legt die Studie nahe, dass das Verständnis der Beziehung zwischen Nachnamen, Territorium und Einkommen grundlegend für zukünftige Forschungen zur städtischen Stratifikation ist. Für die Autoren stellt die festgestellte Assoziation zwischen Abstammung, Nachnamenszusammensetzung und sozioökonomischem Status einen starken Beweis dafür dar, dass die Ungleichheiten in Santiago nicht nur im urbanen Raum, sondern auch tief mit der sozialen Geschichte und den Machtstrukturen der chilenischen Hauptstadt verwoben sind.
Zugang zur vollständigen Studie:
La entrada Name Segregation in Santiago: Study Reveals How the Elite Cluster Together, Concentrating Wealth, Territory, and Political Power se publicó primero en El Ciudadano.
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