Neuer UDI-Skandal: Zeugin erklärt vor Staatsanwaltschaft, dass Ex-Abgeordneter Fuenzalida Gehaltsanteile forderte und Handys während Durchsuchung ins Klo warf

El Ciudadano

Originalbeitrag: El nuevo bochorno UDI: testigo declara ante Fiscalía que exdiputado Fuenzalida pedía “cuota” de sueldo y ordenó lanzar celulares al baño durante allanamiento


Der neue Skandal, der die UDI erschüttert, wird durch neue Enthüllungen verschärft. Am 6. Mai 2026, vor der Staatsanwaltschaft Ost, legte Evelyn, die sieben Jahre lang als Kabinettschefin des ehemaligen Abgeordneten Juan Manuel Fuenzalida tätig war, ein Zeugnis ab. Was als Aussage im Fall des Betrugs gegen Joaquín Lavín León begann, mündete in eine neue Untersuchung, die die Staatsanwaltschaft bereits als «Fuenzalida-Anteil» bezeichnet hat.

Die Aussage, auf die Mega Investiga Zugriff hatte, beschreibt ein Bargeldzahlungssystem, das Ähnlichkeiten mit dem Fall der RN-Senatorin Camila Flores aufweist, und thematisiert zudem eine mutmaßliche Behinderung der Untersuchung während der Durchsuchung im Kongress.

Das System des «Fuenzalida-Anteils»

Evelyn, die von 2019 bis März 2026 mit Fuenzalida arbeitete, schilderte das Schema, das der Parlamentarier implementiert haben soll, um Ressourcen zu erlangen. Laut ihrer Aussage befahl Fuenzalida ihr, einen Vertragsergänzungsantrag zu erstellen, um ihre Vergütung zu erhöhen, mit der Bedingung, dass sie ihm diesen Betrag in bar zurückgibt. «Irgendwann hat der Parlamentarier mir ein zusätzliches Gehalt gewährt. Es war eine zusätzliche Summe, die ich ihm überweisen sollte», sagte sie.

Die ehemalige Beraterin erläuterte, dass die Kammer ihr etwa 350 bis 400 Tausend Pesos zusätzlich zahlte, und dass sie diesen Betrag in bar auszahlen musste, entweder indem sie ihn ihm persönlich in den Distriktwochen übergab oder ihn bei einer Filiale der Banco Santander auf den Namen des Ex-Abgeordneten einzahlte. «Er hat mich nie um eine Überweisung gebeten, es war immer bar», betonte sie und fügte hinzu, dass diese Praxis etwa 6 bis 7 Monate im Jahr 2024 andauerte und möglicherweise auch andere Mitglieder des Teams betraf.

Die Angst vor Repressalien war konstant, da Fuenzalida sie daran erinnerte, dass er sie wegen «Vertrauensverlust» entlassen könnte, wodurch sie ihren Arbeitsplatz verlieren würden.

Datenrecherche und geheime Kampagne: die Rolle von Socialtazk und Arnaldo Domínguez

Evelyns Aussage behandelte auch die Nutzung der Plattform Socialtazk, die im Fall Lavín untersucht wird, und bemerkte, dass Fuenzalida das Tool 2022 als System zur Digitalisierung der territorialen Arbeit und zur Verwaltung von Anfragen einführte, es aber im Laufe der Zeit zu einer «leeren Fassade» wurde, in der «die Links nicht funktionierten, Daten eingegeben wurden und es keine echte Nachverfolgung gab».

Unter ständigem Druck widmete sich das Team der Erfassung persönlicher Daten der Bürger, darunter Namen, RUT, Adressen und Geburtsdaten, um sie dann in Formaten wie Excel an Arnaldo Domínguez, Berater von Lavín und Verantwortlicher für die Plattform, zu übermitteln.

Laut der Zeugin zeigte sich der wahre Zweck der Datensammlung im Jahr 2024, mit dem Versand von Wahlwerbung per SMS. Ein im Staatsanwaltschaft präsentierter Chat zeigt Domínguez, der den Versand einer Nachricht unter dem Namen «Evelyn Matthei» koordiniert, um UDI-Kandidaten in Vicuña zu unterstützen, was offenbart, dass die gesamte Datensammlung für Wahlzwecke gedacht war und mit Betriebskosten der Abgeordnetenkammer finanziert wurde.

Fuenzalidas Befehl: Handys während der Durchsuchung ins Klo werfen

Der schwerwiegendste Teil der Aussage beschreibt eine mögliche Behinderung der Untersuchung. Evelyn erzählte von dem genauen Moment, als die Staatsanwaltschaft am 29. Oktober 2024 die Büros des Kongresses im Rahmen des Lavín-Falls durchsuchen ließ. Ihrer Aussage zufolge erhielt sie einen Anruf von der Sekretärin des Abgeordneten, Ivette, die «fast weinend» sagte, dass sie das Büro nebenan durchsuchten.

«Sie sagte mir, ich müsse mein Handy dringend zurücksetzen (…) Sie wies darauf hin, dass dies ein Befehl des Abgeordneten sei«, erklärte sie und versicherte, dass sie sich geweigert habe, dies zu tun, die Sekretärin aber dennoch der Anweisung nachgekommen sei. «Ich weiß, dass sie alle Geräte des Büros genommen hat, während das Büro von Abgeordnetem Lavín durchsucht wurde und auf Anweisung von Abgeordnetem Fuenzalida diese ins Klo geworfen hat», bestätigte sie laut Meganoticias.

Angst vor Repressalien

In ihrem Zeugnis machte Evelyn deutlich, dass ein Klima der Einschüchterung im Büro des ehemaligen Abgeordneten herrschte und äußerte, dass ihre Entscheidung, das Rückzahlungssystem zu stoppen, darauf zurückzuführen sei, dass sie sich «komplex» fühlte, da sie erkannte, dass es falsch war, was eine «schlechte Reaktion» von Fuenzalida nach sich zog. «Ich habe das Gefühl, dass er mir für diese Dinge die Schuld geben kann und sehr gut mit Situationen umgeht und die Dinge verdrehen kann, weshalb ich Angst habe, dass er Repressalien gegen mich ergreift», gestand sie vor der Staatsanwaltschaft. Diese Angst, verbunden mit dem ständigen Druck, führte zu einer massiven Kündigungswelle des Teams Mitte 2024, so dass Evelyn bis zum Ende der Amtszeit des ehemaligen Abgeordneten die einzige Mitarbeiterin blieb. Die Staatsanwaltschaft wird nun die Wahrheit dieser Vorwürfe prüfen, die ein weiteres Kapitel in der Krise der UDI aufwirft.

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Julio 7, 2026 • 1 día atrás por: ElCiudadano.cl 37 visitas 2268067

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