El Ciudadano
Originalbeitrag: Abandono de personas mayores en Chile: ¿Qué dice al respecto la nueva Ley de Envejecimiento Digno?
Die ungewollte Einsamkeit, fehlende effektive Unterstützungsnetzwerke und verschiedene Formen von physischer, psychologischer oder wirtschaftlicher Misshandlung sind Situationen, die mit sozialer Isolation verbunden sein können. Dies ist ein spezifischer Aspekt, den das umfassende Gesetz über ältere Menschen und die Förderung eines würdigen, aktiven und gesunden Alterns anspricht.
Im Mai 2026 gab das Verfassungsgericht grünes Licht für die Verabschiedung dieses neuen umfassenden Gesetzes, das darauf abzielt, die Inklusion, Integration und Teilhabe älterer Menschen in der Gesellschaft zu stärken.
Die Juristin und Dozentin der Universidad de Talca, Carolina Riveros Ferrada, erklärte dazu, dass das genannte Gesetz «einen spezifischen Titel über soziale Isolation und ein gerichtliches Schutzverfahren vor Familiengerichten geschaffen hat, das die Einschränkungen überwindet, diese Fälle lediglich als häusliche Gewalt zu behandeln».
«Der Gesetzestext beinhaltet ein Verfahren zur Verhängung von Schutzmaßnahmen zugunsten älterer Menschen in Fällen sozialer Isolation und wird nicht mehr nur als familiäres Unglück oder private Unterlassung gesehen, sondern als rechtlich relevante Verletzung der Menschenrechte anerkannt, was mit der Interamerikanischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte älterer Menschen übereinstimmt, die von Chile ratifiziert wurde», konkretisierte die Akademikerin.
Die Spezialistin, die den Rat der Zivilgesellschaft des Nationalen Dienstes für ältere Erwachsene (COSOC-SENAMA) leitet, erklärte, dass der Begriff soziale Isolation als eine Situation verstanden werden kann, in der ältere Menschen von effektiven Unterstützungs-, Pflege-, Begleit-, Schutz- oder Hilfsnetzwerken priviert sind, ohne dass notwendigerweise eine direkte physische Aggression vorliegt.
„Die Schwere liegt darin, dass sie das Leben, die Gesundheit, die Autonomie, die Würde, die psychische Integrität und die soziale Teilhabe der Person gefährden kann“, betont Professorin Carolina Riveros.
In diesem Kontext helfen Daten wie die mehr als 800 älteren Menschen, die in den Krankenhäusern unseres Landes zurückgelassen werden, dieses Konzept zu erläutern, da diese Einrichtungen Probleme absorbieren, die anderen Subsystemen zuzuordnen sind: Familie, Gemeinschaft, Wohnen, Abhängigkeit, psychische Gesundheit, soziale Sicherheit, lokale Netzwerke und rechtlicher Schutz.
In Bezug auf dieses Thema stellte die Spezialistin der Universidad de Talca klar, dass „Krankenhauseinweisungen sichtbar sind, aber nicht das vollständige Problem darstellen. Sie sind das Endsymptom vorhergehender Phänomene: ungewollte Einsamkeit, Armut, familiäre Überlastung, Feminisierung der Pflege, unzureichende Pflegeeinrichtungen, fehlende häusliche Unterstützung, unzureichende Abhängigkeit und institutionelle Altersdiskriminierung“.
Obwohl die Familie rechtliche und ethische Pflichten zur Pflege, Versorgung, Unterstützung und Vermeidung von Isolation hat, dürfen diese Pflichten nicht zu einer absoluten Privatisierung der Abhängigkeit führen.
An diesem Punkt betont die Akademikerin, dass „die Familie nicht die einzige Schutzvorrichtung bei Alter, Krankheit, Behinderung, kognitivem Abbau oder Armut sein kann. Die staatliche Pflicht beginnt, wenn die Abhängigkeit, die Vulnerabilität oder die Isolation die reale Kapazität des familiären Netzwerks übersteigt, wenn keine Familie vorhanden ist, wenn diese nachlässig oder missbräuchlich ist oder wenn die erforderliche Pflege organisierte, dauerhafte und spezialisierte Dienstleistungen verlangt“.
„Rechtlich gesehen verschwindet die Familie nicht, aber der Staat übernimmt eine garantierende Rolle: Er muss verhindern, erkennen, intervenieren, Dienstleistungen koordinieren, den Zugang zur Justiz sicherstellen und Schutzmaßnahmen ergreifen. Die Verantwortung der Familie ist vorrangig im relationalen Bereich, während die staatliche Verantwortung auf der Ebene der Grundrechte nicht übertragbar ist“, fügte Carolina Riveros hinzu.
Abschließend stellte die Dozentin fest, dass „das umfassende Gesetz dazu verpflichtet, das Alter als öffentliche politische Angelegenheit zu betrachten: Die Vernachlässigung in Krankenhäusern und die besonderen sozialen und wirtschaftlichen Missbräuche verdeutlichen systemische Versäumnisse im Schutz, der Anerkennung und der rechtlichen Absicherung älterer Menschen“.
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La entrada Neues Gesetz zum Schutz älterer Menschen in Chile: Umgang mit sozialer Isolation und Missbrauch se publicó primero en El Ciudadano.
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