El Ciudadano
Am Freitag, den 28. August, wird um 18:00 Uhr in der Librería Crisis in Valparaíso das Buch «[In]Debido Proceso: Strafverfolgung im Wallmapu», veröffentlicht von Ceibo Ediciones, vorgestellt.
Die Veranstaltung umfasst ein Podiumsgespräch mit den Machern der Forschung: dem Historiker und Doktor der Anthropologie Martín Correa Cabrera (Herausgeber des Textes), der Anwältin Karina Riquelme Viveros und dem Anwalt Pablo Ortega Manosalva, die mit Cristopher Corvalán, Direktor der Escuela de Derecho der U. de Playa Ancha und Mitglied des Centro de Investigación y Defensa Sur, diskutieren werden.
Das umfassend dokumentierte Werk, das auf Akten, Audioaufzeichnungen von Anhörungen und gerichtlichen Dokumenten emblematischer Fälle basiert, bietet eine kritische Perspektive — bezeichnet als «der andere Blick» — darauf, wie sich das chilenische Strafsystem von der Rechtewahrung und der Unschuldsvermutung hin zu einer Rolle des Disziplinierens und der selektiven Kriminalisierung des Mapuche-Volkes verschoben hat.
In diesem Sinne gewinnt die Teilnahme der Anwältin Karina Riquelme im aktuellen Justizgeschehen besondere Bedeutung, da sie an hochkomplexen und national aufsehenerregenden Strafverfahren, wie dem Fall Huracán und der Verteidigung von Angeklagten unter dem Vorwurf von Strafrechtsmontagen, maßgeblich beteiligt war.
Im Verlauf der Kapitel beschreibt [In]Debido Proceso schwere Verfahrensfehler, die internationale Abkommen verletzen, die von Chile ratifiziert wurden.
Dazu gehört die systematische Verwendung von «gesichtslosen Zeugen» oder solchen mit anonymen Identitäten (wie in den Fällen ‘Peaje Quino’ und ‘Tur Bus’); die Manipulation und Implantation von digitalen Beweisen durch Polizeieinheiten der Geheimdienste (wie es bei der «Operación Huracán» der Fall war); sowie institutionelle Druckausübung, Überwachung und Belästigung der Verteidigungsteams selbst.
Zudem zeigen die Autoren, wie die Gewalt bei Durchsuchungen und die Militarisierung schwerwiegende Schäden und posttraumatische Belastungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen in den Gemeinden hervorrufen, was eine eklatante Verletzung der Konvention über die Rechte des Kindes darstellt.
Von der Organisation der Veranstaltung wurde hervorgehoben, dass die Präsentation «in einem Moment intensiver politischer Debatten über die Sicherheitsagenda und die restriktiven Reformvorschläge, die von rechten Sektoren und Figuren wie José Antonio Kast gefördert werden», stattfindet.
Obwohl der Text Kast nicht ausdrücklich erwähnt, warnen die Autoren und Forscher eindringlich vor dem Fortschreiten der repressiven Gesetzgebung und der «populistischen» Nutzung des Strafrechts.
In dieser Linie analysiert das Buch tatsächliche Reformen, die bereits in Kraft getreten sind, wie das Gesetz 21.732 aus Februar 2025, welches zuvor umstrittene intrusive Geheimdienstpraktiken wie Georreferenzierung und massive Telefonüberwachung legalisierte.
Laut dem Text erweitern diese Regelungen das «Strafrecht des Feindes» und können Dritte, die nicht in die Ermittlungen involviert sind, einschränken, was gefährliche Präzedenzfälle schafft, die die Garantien für ein faires Verfahren schwächen und die willkürliche Kontrolle des Staates unter dem Vorwand stärken, der Gewalt zu begegnen.
Präsentation «[In]Debido Proceso: Strafverfolgung im Wallmapu»
Freitag, 28. August
18:00 Uhr
Librería Crisis, Av. Brasil 1580 Ecke Huito, Valparaíso
Referenten:
Martín Correa Cabrera (Herausgeber), Karina Riquelme (Anwältin), Pablo Ortega (Anwalt), Cristopher Corvalán (Anwalt).
La entrada Präsentation des Buches «[In]Debido Proceso» in Valparaíso: Eine fundierte Analyse der Strafverfolgung im Wallmapu vor dem Hintergrund einer strikteren Sicherheitsagenda se publicó primero en El Ciudadano.
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