El Ciudadano
Die Red de Centros de Pensamiento Progresista (RCPP), bestehend aus 13 Forschungszentren und Stiftungen, die mit dem chilenischen Progressivismus verbunden sind, hat eine umfassende Kritik am großen Steuer- und Finanzprojekt der Regierung unter dem Titel „Für den nationalen Wiederaufbau und wirtschaftliche sowie soziale Entwicklung“ präsentiert.
In der Erklärung, unterzeichnet von Instituto Igualdad, Chile 21, Nodo XXI, ICAL, Centro Democracia y Comunidad, Horizonte Ciudadano, Rumbo Colectivo, Fábrica Chile, OPES, Fundación por la Democracia, Fundación Socialdemócrata, Fundación Moebius und La Casa Común, wird festgestellt, dass die Initiative signifikante Risiken für das Wachstum, die Beschäftigung, die fiskalische Nachhaltigkeit und die Steuergerechtigkeit in Chile enthält.
Die RCPP argumentiert, dass das Projekt vier verschiedene Agenden — Wiederaufbau, Beschäftigung, Investitionen und strukturelle Steuerreform — in einer einzigen, komplexen Gesetzesinitiative kombiniert, was eine ernsthafte technische Diskussion erschwert und eine beschleunigte Bearbeitung ohne breite politische Einigungen bedroht.
Aus diesem Grund schlägt sie vor, das Projekt in drei Blöcke aufzuteilen: dringender physischer Wiederaufbau; Maßnahmen zur Förderung von Investitionen und Beschäftigung; sowie eine strukturelle Steuerreform, die einer gründlicheren technischen und politischen Diskussion unterzogen werden sollte.
Das Dokument warnt, dass der steuerliche Kern des Projekts auf „übermäßig optimistischen“ Annahmen über zukünftiges Wachstum und Investitionen basiert, die sowohl vom Internationalen Währungsfonds (IWF) als auch vom Autonomen Fiskalrat (CFA) in Frage gestellt werden.
Laut der RCPP würden die vorgesehenen Steuersenkungen anhaltende Haushaltsdefizite und einen Anstieg der Staatsverschuldung verursachen, selbst unter günstigen Szenarien.
In dieser Hinsicht wurden folgende Hauptmaßnahmen in Frage gestellt:
Permanente Maßnahmen
Vorübergehende Maßnahmen
Die RCPP betont, dass diese Maßnahmen insbesondere dem wohlhabendsten Segment zugutekommen und nur geringen Einfluss auf Investitionen, Produktivität und Beschäftigung haben würden.
Außerdem wird festgestellt, dass praktisch alle steuerlichen Maßnahmen dem reichsten 1 % der Bevölkerung zugutekommen und dass die Reform „tiefgreifend regressiv“ wäre.
Die RCPP argumentiert, dass nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum nicht nur von Steuersenkungen abhängt, sondern auch von Produktivität, Innovation, Infrastruktur und institutioneller Modernisierung.
Weitere Vorschläge sind:
Im Bereich der Arbeitsmarktpolitik lehnt das Dokument die von der Regierung vorgeschlagene steuerliche Subvention für die Lohnsumme ab und argumentiert, dass sie keine zusätzlichen Arbeitsplätze schafft, da sie eine Steuerentlastung darstellt, die hauptsächlich große Unternehmen begünstigt.
Die RCPP kritisiert zudem die Abschaffung der SENCE-Steuererleichterung und behauptet, dass sie reformiert und modernisiert werden muss, insbesondere in einem Kontext, der durch Automatisierung, künstliche Intelligenz und digitalen Wandel geprägt ist.
Das Dokument warnt schließlich, dass der Vorschlag von Kast das Risiko für die Staatsanleihenbewertung Chiles verschlechtern würde, die Zinssätze erhöhen und Kredite für Familien und Unternehmen verteuern könnte.
Überprüfen Sie das vollständige Dokument der RCPP HIER
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