El Ciudadano
Im Gespräch mit der La Voz Digital erklärte die kommunikations- und aktivistische Expertin Susana Giacaman, die Enkelin von Palästinensern, dass die Verbreitung der palästinensischen Sache nicht nur ein Informationsakt ist, sondern auch ein «tiefpolitischer, ethischer und menschlicher Akt».
In diesem Sinne betonte sie, dass Zionismus als ein koloniales Expansionsprojekt verstanden werden sollte, das mit geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen verbunden ist. Es wird nicht nur durch militärische Gewalt, sondern auch durch die Schaffung einer dominierenden Erzählung aufrechterhalten, die eine einzigartige Sichtweise der Realität installierte.
In diesem Kontext hob Giacaman hervor, dass Medien, kulturelle Institutionen und akademische Räume eine grundlegende Rolle einnehmen.
«Die Auseinandersetzung findet auch in der Sprache, in den Bildern und in dem, was entschieden gezeigt oder geschwiegen wird, statt», merkte die Kommunikatorin an und warnte vor der gegenwärtigen hegemonialen Informationslage, die es historisch ermöglicht hat, den Besetzer als Opfer und das palästinensische Volk als Aggressor darzustellen und so Jahrzehnte der Besatzung, Vertreibung und systematischer Gewalt unsichtbar zu machen.
Für Giacaman operiert Kolonialisierung «nicht nur auf dem Territorium, sondern auch über die Identität und das Gedächtnis der Völker», weshalb sie meint, dass «die Zerstörung von Schulen, Bibliotheken und die Ermordung von Journalisten Teil einer Entmenschlichungsstrategie sind, die darauf abzielt, die Geschichte, Kultur und Existenz des palästinensischen Volkes zu negieren».
In Anbetracht dieser Situation betonte sie, dass «das Verbreiten von Zeugenaussagen, das Teilen von Inhalten und das Schaffen von Reflexionsräumen eine Form des Widerstands und der Gegenhegemonie darstellt», insbesondere in einem Umfeld, das durch den massiven Zugang zu sozialen Medien und somit zu Echtzeitzeugnissen geprägt ist.
«Wir alle haben die Fähigkeit, etwas zu tun», insistierte Giacaman, «von der Erstellung eines journalistischen Beitrags bis hin zum Teilen eines Posts oder der Bekundung von Unterstützung in sozialen Medien», denn in ihren Augen «gibt es keine kleinen Handlungen, wenn es darum geht, dem Schweigen und der Normalisierung von Gewalt entgegenzutreten».
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