El Ciudadano
Originalbeitrag: Valparaíso: Invitan a presentación del nuevo libro de Sergio Jara sobre la expansión del clan Luksic en Chile
„—Warst du jemals auf der Osterinsel? —fragte Salvador Allende.
—Ja, natürlich, mehrere Male —antwortete Luksic, während er an jene Zeiten dachte, als die Corporación de Fomento de la Producción (Corfo) ihm vergeblich Land auf der Insel im Austausch für Aktien eines seiner Unternehmen angeboten hatte.
—Schau, ich habe eine Idee, die ich immer realer sehe: Kennst du den Vulkan Rano Kau? Du hast sicher bemerkt, dass es im Krater des Vulkans eine Lagune gibt. Nun, ich träume davon, diese Lagune in einen Yachthafen zu verwandeln, mitten im Südpazifik…
—Aber… das kann nicht sein, Präsident. Zwischen dem Meer und dem Vulkan liegen doch drei oder vier Kilometer Abstand!
—Darum geht’s ja, Mensch. Mit einer Atombombe. Damit sprengen wir alles weg und das Meer fließt in die Lagune, und wir hätten einen wundervollen Hafen.”
Diese Episode zwischen Präsident Salvador Allende und Andrónico Luksic Abaroa im August 1973, einem Monat vor dem Staatsstreich, ist nur ein Teil der Recherche, die der Journalist Sergio Jara Román in seinem neuen Buch „Die Luksic“ präsentiert, einer Chronik, die mit Zugang zu bislang unbekannten Quellen und Dokumenten die Geschichte hinter einem der mächtigsten Familienclans Chiles offenbart.
In seinem Buch rekonstruiert Jara den Aufstieg der Familie Luksic von ihren Ursprüngen im Norden des Landes über die kroatische Einwanderung, die ersten Bergbaugeschäfte sowie die Fähigkeit von Andrónico Luksic Abaroa, Beziehungen zu verschiedenen Regierungen aufzubauen, von der Unidad Popular bis zur zivil-militärischen Diktatur und der Concertación.
Darüber hinaus beleuchtet er hochinteressante Episoden, wie Geschäfte und Verbindungen während der Pinochet-Herrschaft, die Verleumdungskampagne des Magazins Qué Pasa, internationale Kontroversen wie den Lucchetti-Fall in Peru sowie die weitreichenden politischen Netzwerke der Gruppe und deren Engagement in verschiedenen Gerichtsverfahren.
Insgesamt hinterfragt das Buch die Version des selbstgemachten Unternehmers und zeigt sowohl seine Vision und Kühnheit als auch die Machtstrukturen und Chancen, die zu seiner Festigung führten.
Die Buchpräsentation findet am Samstag, den 13. Juni, um 12:00 Uhr in der Buchhandlung Qué Leo in Valparaíso statt. Diese Veranstaltung wird gemeinsam vom Journalistenverband, dem Studiengang Journalismus der Universität Playa Ancha und der genannten Buchhandlung organisiert.

Sergio Jara Román (El Cortijo, Santiago, 1981) ist Journalist, Master in narrativer Schriftstellerei, Schriftsteller und akademisch tätiger Chile, der auf Wirtschaftsjournalismus und Recherche spezialisiert ist.
Er hat an der Universidad de Playa Ancha studiert und in Medien wie Terra Networks, AmericaEconomía, El Mercurio und La Tercera gearbeitet. Er war Redakteur für investigative Berichterstattung bei Radio Biobío und Presseleiter bei El Desconcierto. Aktuell leitet er das Forschungsteam der Morgen-Show „Contigo en la mañana“ bei Chilevisión, wo er auch als Panelist tätig ist.
Er ist Autor der Bücher Piñera und die Löwen von Sanhattan (2018), Joyitas (2021, zusammen mit anderen Autoren) und Piñera Offshore (2022, zusammen mit Juan Pablo Figueroa), in denen er die Beziehung zwischen politischer und wirtschaftlicher Macht in Chile tiefgreifend untersucht hat. Seine Arbeit wurde mit dem Preis für herausragenden Journalismus der Universidad Alberto Hurtado (2017) und der Auszeichnung „Absolvent mit UPLA-Siegel 2020“ gewürdigt.

La entrada Valparaíso: Präsentation des neuen Buches von Sergio Jara über die Expansion des Luksic-Clans in Chile se publicó primero en El Ciudadano.
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