Die fragwürdige Behandlung von Andrés Chadwicks Chats im Audios-Fall: Machtspiele und institutionelle Immunität

El Ciudadano

Originalbeitrag: Las dudas que genera el trato judicial a los chats de Andrés Chadwick en el Caso Audios


Patricio Mery kritisiert die Rolle des ehemaligen Ministers als tatsächliches Schattenmächte hinter Hermosilla und hinterfragt den institutionellen Schutz, der ihn unantastbar hält.

In einer aktuellen Episode des Programms Sentido Común! von El Ciudadano sprach Javier Pineda, der Direktor des Mediums, mit dem Investigationsjournalisten Patricio Mery über die tiefen Machtstrukturen, die den ehemaligen Innenminister Andrés Chadwick im Rahmen des sogenannten Audios-Falls betreffen. Das Gespräch behandelte sowohl seine politische Vergangenheit als auch die schwerwiegenden Bedenken hinsichtlich der Behandlung seines Telefons durch die Justizbehörden, was Fragen zur Transparenz und Gleichheit vor dem Gesetz in Chile aufwarf.

Während des Gesprächs betonte Mery, dass der Cousin des verstorbenen ehemaligen Präsidenten Sebastián Piñera das Oberhaupt des Netzwerkes sei, das der Anwalt Luis Hermosilla leitete, der sich derzeit in Untersuchungshaft befindet. Der Journalist behauptete, dass die Aufmerksamkeit der Justiz und der Öffentlichkeit auf den umstrittenen Anwalt nicht die gesamte Situation widerspiegele, da dieser unter den Anweisungen einer übergeordneten politischen Macht handelte. Er merkte an: „Es scheint mir sehr ungerecht, was Hermosilla durchgemacht hat, denn er war der politische Operator von Andrés Chadwick. Daher sollte derjenige, der als Hauptverantwortlicher im Gefängnis sitzen müsste, Herr Chadwick sein, der intouchable ist.“

Der angebliche Schutz, der den ehemaligen Innenminister umgibt, wird auf die historischen Verbindungen zu Politikern unterschiedlicher Parteien zurückgeführt und zeigt, dass er Netzwerke hat, die weit über die Rechte hinausgehen und sogar Sektoren der Mitte-Links erreichen. Laut Merys Analyse ist es dieser politische Schutz, der verhindert, dass die Justiz in den chilenischen Gerichten gleich handelt. Er warnte, dass der frühere Staatssekretär nicht leicht fallen würde, da seine Verbindungen das gesamte politische Spektrum durchziehen, was einen Schutzmantel über den Fall wirft.

Ein zentrales Thema der Debatte war das umstrittene Treffen zwischen dem nationalen Staatsanwalt Ángel Valencia und Andrés Chadwick sowie die Bedenken hinsichtlich des Verbleibs der Nachrichten auf dem Telefon des ehemaligen Ministers. Obwohl der Leiter der Staatsanwaltschaft öffentlich bestreitet, dass die Chats gelöscht wurden, und versicherte, dass das Gerät in einem Lager aufbewahrt wird, wirft das Fehlen von Leaks aus diesen Gesprächen in der Presse weiterhin Fragen auf. Mery bestand darauf, dass die bevorzugte Behandlung dieser Beweise einem Versuch entspreche, das Piñerismo zu schützen. „Wenn Chadwick fällt, fällt die gesamte Erinnerung des Piñerismo; wenn Chadwick fällt, fällt Sebastián Piñera Echeñique“, bemerkte er.

In diesem Zusammenhang stellte der Forscher das Verhalten der Institutionen in Frage, die für die Verfolgung von Kriminalität im Land zuständig sind, und wies auf ein eindeutiges Günstlingssystem zum Schutz der Mächtigen hin. Für ihn liegt das Herz des Problems an einer bestimmten Akademie, die als Zufluchtsort für ehemalige Autoritäten wie Marcela Cubillos, den ehemaligen Staatsanwalt Manuel Guerra und den ehemaligen Senator Felipe Harboe diente. Mery kritisierte die fehlende Unabhängigkeit des Chefs der Staatsanwälte und säte tiefe Zweifel über die Transparenz der kriminalpolizeilichen Ermittlungen, indem er feststellte, dass „der nationale Staatsanwalt nicht uns alle repräsentiert, sondern Herrn Chadwick und die gesamte Gruppe, die an der Universität San Sebastián gearbeitet hat“.

In diesem Zusammenhang wies der Journalist auch auf die Gehälter hin, die diese Personen in der Akademie erhielten, insbesondere bei Guerra, der für nur eine halbe Stelle 7 Millionen Pesos monatlich verdiente, was die These stützen würde, dass die Universität als Zentrum für politische Operationen und Finanzierung der Rechten fungierte.

Abschließend erinnerte der Moderator Javier Pineda daran, dass die Situation von Andrés Chadwick zwar komplex ist und er weiterhin als Beschuldigter im Audios-Fall gilt, der ehemalige Minister jedoch bislang nicht formell wegen eines Verbrechens von der Staatsanwaltschaft angeklagt wurde. Patricio Mery forderte die Abgeordneten der Republikanischen Partei heraus, Maßnahmen zur Aufsicht oder verfassungsrechtliche Anklagen zu ergreifen, falls diese Unregelmäßigkeiten bestätigt werden.

Wir laden Sie ein, das vollständige Interview mit Patricio Mery in Sentido Común! zu sehen:

El Ciudadano.

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Junio 26, 2026 • 2 horas atrás por: ElCiudadano.cl 23 visitas 2235712

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